Insurance Brief I
hpmos® und funktionelle Eigenständigkeit
Präventionsorientierter Ansatz zum Erhalt funktioneller Belastbarkeit, körperlich-kognitiver Funktionsfähigkeit und langfristiger Eigenständigkeit
Holistic Physiological and Metabolic Offensive Solution
Dipl. Ing. Robert Egger
Entwicklung alltagstauglicher Konzepte zum Erhalt körperlich-kognitiver Funktionsfähigkeit, funktioneller Eigenständigkeit und gesunder Langlebigkeit
Prävention 50+, funktionelle Eigenständigkeit, Sturzprophylaxe, körperlich-kognitive Funktionsfähigkeit, Versichertenprogramme, betriebliche Gesundheitsförderung
Mai 2026
1 Executive Summary
Mit steigender Lebenserwartung wird für Versicherungen nicht nur die Vermeidung und Behandlung von Krankheiten relevant, sondern zunehmend auch der Erhalt funktioneller Eigenständigkeit.
Einschränkungen von Bewegungsfähigkeit, Muskelkraft, Gleichgewicht, Bewegungssteuerung sowie körperlich-kognitiver Funktionsfähigkeit können mit erhöhten Sturzrisiken, Unterstützungsbedarf, Pflegebedürftigkeit und langfristigen Gesundheitskosten verbunden sein. Sie beeinflussen nicht nur die Lebensqualität der Betroffenen, sondern gewinnen auch aus Sicht von Versorgungs- und Präventionsstrategien zunehmend an Bedeutung.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie körperliche und geistige Funktionsfähigkeit möglichst lange erhalten werden können, um Menschen ein eigenständiges, aktives und sicheres Leben zu ermöglichen.
hpmos® versteht sich als präventionsorientiertes Belastbarkeitsmodell, das wissenschaftlich untersuchte Einflussfaktoren für Versorgen, Nutzen und Anpassen in einem gemeinsamen System verbindet.
Ziel ist nicht die Behandlung bestehender Erkrankungen, sondern die Unterstützung funktioneller Belastbarkeit, körperlich-kognitiver Funktionsfähigkeit und langfristiger funktioneller Eigenständigkeit.
Die folgenden Seiten beschreiben die zugrunde liegende Herausforderung, die hpmos®-Grundannahme sowie potenzielle Anwendungsfelder aus Sicht von Versicherungen.
2 Warum funktionelle Eigenständigkeit für Versicherungen relevant wird
Mit steigender Lebenserwartung verändert sich die gesundheitliche Herausforderung alternder Gesellschaften.
Neben klassischen Erkrankungen gewinnen Faktoren an Bedeutung, die die Fähigkeit von Menschen beeinflussen, ihr Leben eigenständig, sicher und aktiv zu gestalten. Mit dem Verlust funktioneller Eigenständigkeit können zugleich Unterstützungs-, Betreuungs- und Versorgungserfordernisse zunehmen.
Hierzu zählen insbesondere Bewegungsfähigkeit, Gleichgewicht, Muskelkraft, Bewegungssteuerung sowie körperlich-kognitive Funktionsfähigkeit.
Diese Fähigkeiten beeinflussen nicht nur die individuelle Lebensqualität. Sie stehen zugleich mit Sturzrisiken, Unterstützungsbedarf, Pflegebedürftigkeit und dem langfristigen Erhalt funktioneller Eigenständigkeit in Zusammenhang.
Aus Sicht von Versicherungen gewinnt damit nicht nur die Frage an Bedeutung, wie Krankheiten behandelt werden können, sondern auch, wie funktionelle Fähigkeiten möglichst lange erhalten werden können.
Der Erhalt funktioneller Eigenständigkeit besitzt dabei nicht nur individuelle, sondern auch versorgungs- und kostenrelevante Bedeutung. Faktoren wie Bewegungsfähigkeit, Gleichgewicht, Muskelkraft und körperlich-kognitive Funktionsfähigkeit können beeinflussen, wie lange Menschen ihren Alltag eigenständig bewältigen können.
Die langfristige Erhaltung körperlicher und geistiger Funktionsfähigkeit entwickelt sich damit zunehmend zu einer relevanten Präventionsaufgabe für Versicherungen, Gesundheitssysteme und Versorgungsmodelle.
3 Die hpmos®-Grundannahme
Körperlich-kognitive Funktionsfähigkeit entsteht weder isoliert im Gehirn noch isoliert in der Muskulatur.
Sie beruht auf dem Zusammenspiel biologischer, neurophysiologischer und funktioneller Systeme.
Aus Sicht von hpmos® wird der langfristige Erhalt funktioneller Eigenständigkeit insbesondere durch drei Einflussfaktoren geprägt:
Versorgen
Biologische Systeme benötigen Energie, Baustoffe und ausreichende Stoffwechselkapazität, um Struktur, Funktion und Anpassungsfähigkeit langfristig aufrechterhalten zu können.
Nutzen
Muskulatur, Stoffwechsel, Nervensystem und sensorische Systeme werden durch ihre Nutzung erhalten und weiterentwickelt. Bewegung erzeugt dabei die funktionellen Anforderungen, auf die biologische Systeme reagieren.
Anpassen
Körper und Nervensystem reagieren auf wiederholte Anforderungen durch strukturelle, funktionelle und neurophysiologische Anpassungsprozesse. Erst durch diese Anpassungsprozesse können Fähigkeiten langfristig erhalten und weiterentwickelt werden.
hpmos® verbindet Versorgen, Nutzen und Anpassen in einem gemeinsamen Präventions- und Belastbarkeitsmodell.
Ziel ist die Unterstützung funktioneller Belastbarkeit, körperlich-kognitiver Funktionsfähigkeit und langfristiger Eigenständigkeit.
4 Potenzielle Relevanz für Versicherungen
Versicherungen stehen zunehmend vor der Herausforderung, nicht nur Erkrankungen, sondern auch den Verlust funktioneller Eigenständigkeit ihrer Versicherten zu berücksichtigen.
Vor diesem Hintergrund gewinnen Präventionsansätze an Bedeutung, die nicht ausschließlich einzelne Erkrankungen betrachten, sondern die biologischen und funktionellen Voraussetzungen körperlicher und geistiger Funktionsfähigkeit adressieren.
Gleichzeitig gewinnen Faktoren an Bedeutung, die mit Bewegungsfähigkeit, Gleichgewicht, Bewegungssteuerung und Sturzrisiken in Zusammenhang stehen. Insbesondere im höheren Lebensalter kann der Erhalt dieser Fähigkeiten dazu beitragen, funktionelle Eigenständigkeit möglichst lange aufrechtzuerhalten.
Vor diesem Hintergrund besitzt Sturzprophylaxe nicht nur individuelle, sondern auch versorgungs- und präventionsrelevante Bedeutung.
hpmos® versteht sich als ein solcher präventionsorientierter Ansatz. Das Modell verbindet wissenschaftlich untersuchte Einflussfaktoren für Versorgen, Nutzen und Anpassen in einem gemeinsamen System und richtet den Fokus auf den langfristigen Erhalt funktioneller Belastbarkeit, körperlich-kognitiver Funktionsfähigkeit und Eigenständigkeit.
5 Potenzielle Anwendungsfelder
Aus Sicht von Versicherungen ergeben sich potenzielle Anwendungsfelder überall dort, wo der langfristige Erhalt funktioneller Eigenständigkeit, körperlich-kognitiver Funktionsfähigkeit und funktioneller Belastbarkeit an Bedeutung gewinnt.
Hierzu zählen unter anderem:
- –Präventionsprogramme für Menschen 50+
- –Programme zur Förderung funktioneller Eigenständigkeit im Alter
- –Sturzprophylaxe und bewegungsorientierte Präventionsansätze
- –Versichertenprogramme mit Fokus auf Healthy Aging und aktive Lebensgestaltung
- –Bonus- und Präventionsprogramme zur Förderung gesundheitsorientierter Verhaltensweisen
- –Betriebliche Gesundheitsförderung und betriebliches Gesundheitsmanagement
- –Aktivierungs- und Belastbarkeitsprogramme für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
Die konkrete Ausgestaltung möglicher Programme kann dabei je nach Zielgruppe, Versorgungsmodell und Versicherungsstrategie unterschiedlich erfolgen.
hpmos® versteht sich als ein Präventions- und Belastbarkeitsmodell, das wissenschaftlich untersuchte Einflussfaktoren für funktionelle Belastbarkeit, körperlich-kognitive Funktionsfähigkeit und langfristige Eigenständigkeit in einem gemeinsamen System zusammenführt.
6 Wissenschaftliche Grundlagen
Die in diesem Brief dargestellten Zusammenhänge zu funktioneller Muskelmasse, körperlich-kognitiver Funktionsfähigkeit, Bewegungsfähigkeit, Gleichgewicht, Neuroplastizität, gesundem Altern und langfristiger Verhaltensänderung stützen sich auf wissenschaftliche Arbeiten der World Health Organization (WHO), OECD, McKinsey Health Institute sowie auf internationale Forschungsarbeiten zu Sarcopenie, Neuroplastizität, Motor Control, Muskel-Gehirn-Kommunikation und körperlicher Aktivität im Alter.
Weiterführende wissenschaftliche Unterlagen:
Whitepaper I – hpmos® und die Herausforderung körperlich-kognitiven Funktionsverlusts
Whitepaper II – Das hpmos®-Modell